StartNewsEthereum Glamsterdam: Das größte Layer-1-Upgrade seit Jahren steht kurz bevor

Ethereum Glamsterdam: Das größte Layer-1-Upgrade seit Jahren steht kurz bevor

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  • Ethereums nächster Hard Fork Glamsterdam ist für Juni 2026 geplant, es soll den Durchsatz auf 10.000 Transaktionen pro Sekunde bringen und Gas-Fees um 78 Prozent senken.
  • BitMine kaufte gestern 60.000 ETH für 126 Millionen Dollar und ETH-ETFs verzeichneten in den letzten Wochen über 250 Millionen Dollar Nettozuflüsse.

Ethereum steht kurz vor einem der größten Protokoll-Updates seiner Geschichte. Glamsterdam, der nächste geplante Hard Fork für Juni 2026, greift tiefer in die Architektur des Netzwerks ein als alle Upgrades der letzten Jahre. Der Name kombiniert zwei Komponenten: Gloas auf der Konsens Ebene und Amsterdam auf der Ausführungsebene. Beide zusammen sollen verändern, wie Ethereum Blöcke baut, validiert und ausführt.

Entwickler haben Juni als Zieldatum kommuniziert, aber ein endgültiges Mainnet-Datum steht noch nicht fest, weil nach dem laufenden Devnet-5 noch eine öffentliche Testnet-Phase und zwei Audit-Runden ausstehen, bevor das Upgrade aktiviert werden kann.

Was Glamsterdam konkret ändert und warum es wichtiger ist als frühere Upgrades

Ethereums Grundproblem ist seit Jahren dasselbe: Transaktionen werden sequenziell abgearbeitet was den Durchsatz begrenzt und die Gebühren hochhält. Glamsterdam adressiert das mit Block-Level Access Lists, die jeden Block zwingen, State-Zugriffe vorab zu deklarieren und damit eine parallele Transaktionsausführung erst möglich machen.

Der Durchsatz soll auf bis zu 10.000 Transaktionen pro Sekunde steigen, rund zehnmal mehr als heute und das Gas-Limit soll von 60 auf 200 Millionen pro Block wachsen.

Das zweite Problem ist die Zentralisierung der Block-Produktion. Heute lagern Validatoren die Konstruktion von Blöcken über externe Relays an spezialisierte Builder aus, was MEV-Risiken bündelt und Zensurresistenz untergräbt.

Glamsterdam integriert diesen Prozess direkt ins Protokoll und macht externe Relays überflüssig. Zusammen sollen diese Änderungen die Gas-Fees für Smart-Contract-Calls um 78,6 Prozent senken und die MEV-Extraktion um bis zu 70 Prozent reduzieren.

Institutionelle kaufen, während der Markt das Upgrade noch nicht einpreist

Während die Tests laufen, positionieren sich institutionelle Anleger bereits. Laut On-Chain-Daten von Onchain Lens hat Bitmine am 23. Mai 60.000 ETH im Wert von 126 Millionen Dollar von Bitgo und Kraken abgezogen. Weitere ETH-ETFs verzeichneten in den letzten Wochen über 250 Millionen Dollar Nettozuflüsse. ETH selbst handelt trotzdem bei rund 2.100 Dollar und damit weit unter dem Oktober-Hoch von über 3.600 Dollar. 

Glamsterdams Scope ist größer als jedes vorherige Upgrade und das Zusammenspiel zwischen ePBS und BALs bringt eine Komplexität, die noch nie auf Mainnet-Skala getestet wurde. Das Base-Engineering-Team hat öffentlich gewarnt, dass zusätzliche Features neben ePBS das Upgrade über 2026 hinaus verzögern könnten. 

Ob Glamsterdam bereits im Juni 2026 auf dem Mainnet landet entscheidet sich in den nächsten Wochen auf den Testnets. Verzögert sich das Upgrade auf das dritte Quartal wird der Markt die Erwartungen neu einpreisen müssen.

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Nico van Ledden
Nico van Ledden
Nico writes about what is happening on the visible and invisible frontlines of the crypto markets, where technology, monetary policy, and questions of power increasingly intersect. Since 2021, he has delivered analysis, news, and commentary for media outlets, platforms, and companies across the digital finance sector. His work combines technical insight with editorial precision, covering everything from evergreen crypto topics to the latest developments in blockchain, DeFi, regulation, politics, memecoins, and artificial intelligence.
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