StartNewsSilvergate Bank einigt sich mit der SEC über Compliance-Probleme bei virtuellen Währungen

Silvergate Bank einigt sich mit der SEC über Compliance-Probleme bei virtuellen Währungen

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  • Silvergate Bank stimmt einer zivilrechtlichen Strafe in Höhe von 50 Millionen Dollar und einer einstweiligen Verfügung nach Anschuldigungen der SEC zu.
  • Ehemalige Führungskräfte erhalten fünfjährige Suspendierungen und Geldstrafen, ohne ein Fehlverhalten zuzugeben.

Compliance-Fehler der Silvergate Bank und SEC-Vergleich

Die U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) hat kürzlich die Silvergate Capital Corporation, die Muttergesellschaft der Silvergate Bank, zusammen mit dem ehemaligen CEO Alan Lane und der ehemaligen Chief Risk Officer Kathleen Fraher angeklagt, Investoren über die Effektivität ihres Compliance-Programms für virtuelle Währungen in die Irre geführt zu haben. Am 1. Juli stimmte Silvergate einer zivilrechtlichen Strafe in Höhe von 50 Millionen US-Dollar und einer einstweiligen Verfügung zu und legte damit die Vorwürfe bei, ohne sie zuzugeben oder zu bestreiten.

Hintergrund der SEC-Anschuldigungen

Von November 2022 bis Januar 2023 behauptete die Silvergate Bank, über ein solides Programm zur Bekämpfung von Bankgeheimnissen und Geldwäsche (BSA/AML) zu verfügen. Sie behauptete eine kontinuierliche Überwachung von Hochrisikokunden im Bereich virtueller Währungen, einschließlich der inzwischen bankrotten Kryptowährungsbörse FTX. Die SEC behauptete jedoch, dass das automatisierte Transaktionsüberwachungssystem von Silvergate die Transaktionen auf der Zahlungsplattform der Bank nicht angemessen überwachte.

Der Leiter der SEC-Durchsetzungsabteilung, Gurbir S. Grewal, betonte, dass Silvergate nach dem Zusammenbruch von FTX kritische Compliance-Mängel nicht offengelegt und damit das Vertrauen der Anleger untergraben habe. Diese Mängel verhinderten Berichten zufolge die Aufdeckung verdächtiger Überweisungen in Höhe von insgesamt ca. 9 Mrd. USD zwischen FTX und den mit ihm verbundenen Unternehmen. Infolgedessen stürzte der Aktienkurs von Silvergate ab, wodurch der Marktwert für die Anleger in Milliardenhöhe verloren ging.

Auswirkungen auf Silvergate-Führungskräfte

Alan Lane und Kathleen Fraher schlossen ebenfalls einen Vergleich mit der SEC und stimmten einer fünfjährigen Suspendierung von ihren Führungsaufgaben und zivilrechtlichen Strafen in Höhe von 1 Mio. USD bzw. 250.000 USD zu. Die gerichtliche Genehmigung dieser Vergleiche steht noch aus.

SEC und die Aufsicht über virtuelle Währungen

Die 1934 gegründete SEC überwacht den Wertpapierhandel in den USA, um faire Handelspraktiken zu gewährleisten, Investoren zu schützen und Marktmanipulationen zu verhindern. Sie entscheidet auch über die Einstufung von virtuellen Währungen als Wertpapiere. Inmitten einer Liquiditätskrise, die durch den Zusammenbruch von FTX ausgelöst wurde, fielen die mit virtuellen Währungen verbundenen Kundeneinlagen von Silvergate von etwa 13 Milliarden Dollar im September 2022 auf etwa 3,5 Milliarden Dollar im Dezember 2022.

Liquiditätskrise und regulatorische Reaktion

Im März 2023 informierte Silvergate die SEC über potenzielle Kapitalmängel, woraufhin wichtige Kunden wie Coinbase und Paxos ihre Geschäfte mit der Bank einstellten, was zu einem Absturz des Aktienkurses führte. Ein bevorstehender Bericht der Federal Reserve führt den Zusammenbruch von Silvergate auf das schnelle Wachstum, komplexe finanzielle Risiken und eine Geschäftsstrategie zurück, die stark von der Kryptowährungsbranche abhängig war.

Als Reaktion darauf gab die Federal Reserve zusammen mit der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und dem Office of the Comptroller of the Currency (OCC) eine Erklärung ab, in der sie Banken, die mit virtuellen Währungsunternehmen zusammenarbeiten, aufforderte, die damit verbundenen Risiken zu managen. Darüber hinaus schlug Präsident Joe Biden im Mai 2023 eine Kongressresolution zur Aufhebung des SEC Accounting Bulletin Nr. 121 (SAB121) vor, das Banken, die mit virtuellen Währungen handeln, strenge Anforderungen auferlegt.

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Collin Brown
Collin Brown
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