StartBitcoin NewsStragey plant Bitcoin-Verkauf: Start für den Bärenmarkt?

Stragey plant Bitcoin-Verkauf: Start für den Bärenmarkt?

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  • Auf dem Earnings Call am 5. Mai sagte Michael Saylor erstmals, Strategy könnte Bitcoin verkaufen.
  • Der Markt reagierte sofort: MSTR minus vier Prozent, Bitcoin dippt kurz unter 81.000 Dollar.

Strategy hält 818.334 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Einkaufspreis von 75.537 Dollar und verfügt über eine USD-Reserve, die etwa 18 Monate Dividendenzahlungen abdeckt. Sechs Jahre lang war die Antwort auf die Frage nach einem möglichen Bitcoin Verkauf immer dieselbe: Niemals!

Auf dem Earnings Call zum ersten Quartal 2026 war sie es nicht mehr. Saylor führt dazu aus:

Wir werden wahrscheinlich ein paar Bitcoin verkaufen, um die Dividende auszuzahlen, einfach damit der Markt sieht, dass wir es können.

Warum Saylor in Erwägung zieht BTC zu verkaufen

Short-Seller argumentieren seit Monaten, dass Strategy die STRC-Dividende langfristig nicht aus eigener Kraft bedienen kann und irgendwann auf neue Aktienausgaben angewiesen sein wird. Sie leihen sich MSTR-Aktien, verkaufen sie sofort und setzen darauf, dass der Kurs fällt. Ihre These: Strategy gibt laufend neue Aktien aus, um die STRC-Dividende zu bedienen, das drückt den Kurs langfristig nach unten.

Ein öffentlich angekündigter Bitcoin-Verkauf zur Dividendenzahlung widerlegt genau das. Er zeigt, dass Strategy den Bestand direkt einsetzen kann, ohne den Kapitalmarkt nutzen zu müssen.

CEO Phong Le hat auf dem Call klargestellt, dass der Maßstab Bitcoin pro Aktie ist, nicht der Gesamtbestand. Verkauft Strategy 18.500 BTC und zahlt damit die Dividende, steigt der Bitcoin-Anteil pro verbleibender Aktie. Saylor skizziert dazu im Call:

„Wenn ihr darauf setzt, dass wir Aktien verkaufen müssen, dann freue ich mich schon darauf, euch das Gegenteil zu beweisen.“

Im ersten Quartal hat Strategy trotz 14,46 Milliarden Dollar unrealisierter Verluste weitere 89.599 BTC gekauft. Wer also glaubt, Saylor werde unter Druck schwach, liegt falsch. Der mögliche Verkauf folgt einer anderen Logik: Er soll Short-Sellern öffentlich die Argumentationsgrundlage entziehen.

Droht Strategy wirklich Bitcoin zu verkaufen?

Bei einem aktuellen Preis von 81.000 Dollar pro Bitcoin deckt ein Verkauf von knapp 18.500 BTC den kompletten Jahresdividendenbedarf von 1,5 Milliarden Dollar, das sind gut 2,3 Prozent des Gesamtbestands von Strategy. Der Marktwert des Bestands lag per 1. Mai bei 64,14 Milliarden Dollar, der Einstandspreis bei 61,81 Milliarden.

Der Bitcoin-Spotmarkt handelt täglich zwischen 25 und 30 Milliarden Dollar. Ein Verkauf von 18.500 BTC entspricht bei aktuellem Kurs rund 1,5 Milliarden Dollar, etwa fünf bis sechs Prozent eines normalen Handelstags. Preislich wäre das folgenlos.

Eng wird es, wenn Bitcoin dauerhaft unter 75.537 Dollar fällt und gleichzeitig die Nachfrage nach MSTR und STRC einbricht. Aktuell handelt Bitcoin bei 81.500 Dollar, 24 Prozent über dem April-Tief bei 65.000 Dollar. Strategy steht also heute noch nicht unter diesem Druck, aber Saylor hat am 5. Mai erstmals öffentlich beschrieben, was passiert wenn er entsteht.

In den letzten 24 Stunden hat Bitcoin einen weiteren Preisanstieg hingelegt und zeichnet ein Plus von 0,79% und steht zum Redaktionszeitpunkt bei 81,566 USD. Auf dem Wochenchart steht ebenfalls ein Plus von 5,92%.

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Nico van Ledden
Nico van Ledden
Nico writes about what is happening on the visible and invisible frontlines of the crypto markets, where technology, monetary policy, and questions of power increasingly intersect. Since 2021, he has delivered analysis, news, and commentary for media outlets, platforms, and companies across the digital finance sector. His work combines technical insight with editorial precision, covering everything from evergreen crypto topics to the latest developments in blockchain, DeFi, regulation, politics, memecoins, and artificial intelligence.
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