- Der US-Senat Banking Committee hat den Digital Asset Market Clarity Act am 14. Mai mit 15-9 Stimmen durchgewunken. Zwei Demokraten stimmten mit den Republikanern.
- Bitcoin stieg auf 82.000 Dollar, bis zum Gesetz ist es aber noch ein langer Weg.
Das Senate Banking Committee hat den Digital Asset Market Clarity Act am 14. Mai mit 15-9 Stimmen verabschiedet. Die demokratischen Senatoren Ruben Gallego aus Arizona und Angela Alsobrooks aus Maryland stimmten gemeinsam mit allen 13 Republikanern für den Gesetzentwurf. Es ist der erste umfassende Regulierungsrahmen für digitale Assets in der Geschichte der USA.
Der CLARITY Act teilt die Aufsicht über digitale Assets zwischen der SEC und der CFTC auf, legt Registrierungs-, Offenlegungs- und Compliance-Regeln für Börsen, Broker und Verwahrstellen fest und klassifiziert Kryptowerte als Wertpapiere oder Rohstoffe je nach ihrer Funktion. Das Gesetz passierte das Repräsentantenhaus bereits im Juli 2025 mit 294-134 Stimmen. Das Senate Agriculture Committee hat im Januar 2026 eine eigene Version verabschiedet. Beide Versionen müssen vor einem finalen Vote zusammengeführt werden.
BREAKING: 🇺🇸 Senate Banking Committee PASSES the Clarity Act in 15-9 vote.
The bill now goes to the full Senate. pic.twitter.com/TCs6T283y2
— Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) May 14, 2026
Warum der Weg zum Gesetz noch lang ist
Im vollen Senat braucht der CLARITY Act 60 Stimmen um eine Filibuster-Abstimmung zu überstehen. Das bedeutet, dass mindestens acht weitere Demokraten für den Gesetzentwurf stimmen müssten. Gallego und Alsobrooks haben beide signalisiert, dass ihre endgültige Unterstützung von weiteren Fortschritten bei zwei offenen Punkten abhängt: einer Ethikklausel die regelt wie gewählte Amtsträger mit Krypto-Assets umgehen dürfen und schärferen Strafverfolgungsregeln. Senatorin Elizabeth Warren, eine führende Kritikerin des Gesetzentwurfs, bezeichnete ihn als
„ein Gesetz, das von der Krypto-Industrie für die Krypto-Industrie geschrieben wurde“
und warnte, es würde „ein Loch in das Wertpapierrecht reißen, das Anleger seit 1929 schützt“. Bankenverbände, Gewerkschaften und Strafverfolgungsbehörden haben ebenfalls Widerstand signalisiert.
White House Adviser Patrick Witt hat auf der Consensus Miami angekündigt, er sehe einen realistischen Weg zu Trumps Unterschrift bis zum 4. Juli 2026. Das lässt wenig Zeit, um die verbleibenden Streitpunkte zu lösen und das Repräsentantenhaus einzubinden.
Was bedeutet der Act für Bitcoin und den gesamten Markt?
Angetrieben vom positiven Ausgang des Committee-Votes, stieg Bitcoin gestern kurzfristig auf 82.000 Dollar. Auch Circle-Aktien legten deutlich zu, da der CLARITY Act die regulatorische Grundlage für Stablecoins festigt. Für institutionelle Investoren die bisher wegen regulatorischer Unsicherheit eher an der Seitenlinie standen, ist der Committee-Vote ein konkretes Signal. Der CLARITY Act würde erstmals klar definieren, welche Kryptowerte unter die SEC fallen und welche unter die CFTC. Das beseitigt die wichtigste rechtliche Grauzone, die die institutionelle Krypto-Adoption bisher gebremst hat.
Der CLARITY Act hat gestern den wichtigsten Schritt seit seiner Einführung gemacht. Aber ein Committee-Vote ist kein Gesetz. Solange die Ethikklausel ungeklärt ist, acht weitere Demokraten fehlen und zwei Gesetzes Versionen noch zusammengeführt werden müssen, wirkt White House Adviser Patrick Witts Zieldatum vom 4. Juli ziemlich eng.






