- Ripple hat eine Partnerschaft mit Project Eleven angekündigt um den XRP Ledger bis 2028 quantenresistent zu machen.
- Über 34 Prozent aller Bitcoin liegen in Adressen deren Public Keys bereits on-chain sichtbar sind. Bei XRP sind es laut XRPL-Audit nur 0,03 Prozent.
Quantencomputer existieren heute nicht in einer Form die Blockchains gefährdet, aber sie kommen. Ripple hat eine vierphasige Roadmap veröffentlicht um den XRP Ledger bis 2028 vollständig quantenresistent zu machen und arbeitet dabei mit Project Eleven zusammen, einem auf Post-Quanten-Kryptografie spezialisierten Unternehmen. Die Partnerschaft ist heute offiziell von Project Eleven bestätigt worden.
Googles Quantum AI Forschung zeigt, dass rund 500.000 physische Qubits ausreichen würden, um die ECDLP-256 Kryptografie zu brechen, die heute Blockchain-Wallets schützt. Das ist eine rund 20-fache Reduktion gegenüber früheren Schätzungen. Wer heute Bitcoin oder Ethereum hält, verlässt sich auf Kryptografie, die von einem ausreichend mächtigen Quantencomputer gehackt werden kann.
Progress on post-quantum migration marches forward.
We are announcing our collaboration with @Ripple to advance post-quantum readiness on the XRP Ledger ahead of emerging quantum computing threats.
Full announcement linked below ⬇️⬇️⬇️ pic.twitter.com/QaMbwO530r
— Project Eleven (@projecteleven) May 19, 2026
Was Project Eleven konkret tut und warum XRPL einen Vorteil hat
Project Eleven baut einen Proof-of-Concept für hybride Post-Quanten-Signaturen, führt Validator-Tests durch, benchmarkt das Netzwerk auf Devnet und entwickelt einen Post-Quanten-Custody-Wallet-Prototypen. Ripple testet dabei NIST-empfohlene Signaturverfahren nicht isoliert, sondern unter realen XRPL-Workload-Bedingungen: Signaturgrößen, Verifikationskosten, Durchsatz und Netzwerkeffizienz.
XRPLs nativer Vorteil ist die Key Rotation auf Account-Ebene. Nutzer können ihre kryptografischen Schlüssel tauschen, ohne ihre Adressen oder Funds zu bewegen. Bei Ethereum würde eine Post-Quanten-Migration erfordern, dass Nutzer Assets manuell auf neue Adressen transferieren.
Phase 2 der Roadmap ist bereits aktiv und soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Phase 3 folgt in der zweiten Jahreshälfte mit einem kontrollierten Hybrid-Rollout auf Devnet, bei dem Post-Quanten-Signaturen parallel zu bestehenden Signaturen laufen. Phase 4 zielt auf die vollständige Produktionsmigration bis 2028.
Warum der Zeitplan nicht willkürlich ist
Die NSA verlangt unter ihrem CNSA 2.0 Framework, dass alle neuen US-amerikanischen nationalen Sicherheitssysteme bis Januar 2027 quantensicher sind und alle Anwendungen bis 2030 migriert werden müssen. Ripples 2028-Ziel bedeutet, dass XRPL vollständig post-quanten-sicher wäre, bevor die US-Bundesregierung ihre eigenen Anwendungen migriert haben muss.
Alex Pruden, CEO von Project Eleven, hat darauf hingewiesen, dass jede große Blockchain dieselbe kryptografische Exposition hat, die Reaktion der Branche aber größtenteils in der Forschungsphase geblieben ist. Bitcoin hat bekannter maßen keine zentrale Organisation die eine Roadmap verabschieden könnte. Eine Post-Quanten-Migration würde Konsens über Tausende unabhängige Node-Betreiber, Miner und Entwickler weltweit erfordern.
Ethereum plant 2029 erste größere Upgrades, mit vollständiger Migration danach. Ripple hat bereits heute einen Zeitplan bis 2028, mit einem konkreten Partner und laufenden Tests.






