- Trump hat am 19. Mai eine Executive Order unterzeichnet die die Fed verpflichtet, binnen 120 Tagen zu prüfen ob Krypto- und Fintech-Firmen direkten Zugang zu US-Zahlungsinfrastruktur erhalten sollen.
- Kraken hat bereits im März 2026 als erstes Krypto-Unternehmen einen eingeschränkten Fed Master Account erhalten. Ripple, Anchorage Digital und Wise haben Anträge laufen.
Wer in den USA Geld bewegen will, tut das über die Zahlungsinfrastruktur der Federal Reserve. Banken haben direkten Zugang dazu über sogenannte Master Accounts, also Konten direkt bei der Fed. Krypto-Firmen nicht. Sie müssen über traditionelle Banken als Mittler gehen, was teurer, langsamer und abhängig von der Kooperation dieser Banken ist.
Trump hat am 19. Mai eine Executive Order unterzeichnet die das ändern soll. Titel: „Integrating Financial Technology Innovation into Regulatory Frameworks.“ Die Order stellt fest, dass die Bundesregierung Regulierungen aktualisieren muss um digitale Assets und innovative Technologie in traditionelle Finanzdienste zu integrieren.
Die Fed und alle Bundesaufsichtsbehörden haben 90 Tage Zeit, um bestehende Regeln zu prüfen die Fintech-Firmen den Zugang zu US-Zahlungsschienen zu erschweren. Die Fed hat zusätzlich 120 Tage um offene Master-Account-Anträge zu bewerten und zu entscheiden. Die Order ändert keine Regel direkt, setzt aber einen verbindlichen Kalender: 90 Tage für den Review, 180 Tage für konkrete Maßnahmen, 120 Tage für die Fed-Bewertung.
🚨BREAKING: 🇺🇸 President Trump ORDERS US government to update regulations to INTEGRATE CRYPTO into traditional finance and payment systems.
IT’S HAPPENING! 🔥 pic.twitter.com/O0yyZaxPh3
— JackTheRippler ©️ (@RippleXrpie) May 20, 2026
Der Präzedenzfall Kraken und was er für den Rest der Branche bedeutet
Im März 2026 hat die Kansas City Fed als erstes Krypto-Unternehmen überhaupt Kraken einen Master Account genehmigt. Kraken kann keine Zinsen auf Reserven erhalten und hat keinen Zugang zu den Notfallliquiditätsfazilitäten der Fed. Solche eingeschränkten Versionen werden als „Skinny“ Master Accounts bezeichnet. Ripple, Anchorage Digital und Wise haben bereits eigene Anträge laufen.
Kraken-Konkurrentin Custodia Bank, eine Wyoming Special Purpose Depository Institution, wurde 2023 abgelehnt. Die Fed hatte damals Risikobedenken angeführt. Mit der Executive Order setzt Trump nun Druck auf die Fed, ihre Kriterien zu formalisieren und transparent zu machen.
Banken warnen – Die Krypto-Industrie jubelt
Die Reaktionen auf die Order verlaufen entlang einer klaren Linie. Coinbase-Chefjurist Paul Grewal, Custodia-Gründerin Caitlin Long und Senatorin Cynthia Lummis lobten die Order explizit. Die Independent Community Bankers of America forderten dagegen eine Pause bei neuen Stablecoin- und Master-Account-Politiken und betonten, die Fed müsse ihre Ermessensfreiheit bei Master-Account-Entscheidungen behalten.
Capital Alpha Partners Analyst Ian Katz sagte, man erwarte nicht, dass die Order vom neuen Fed-Chef Kevin Warsh ignoriert werde. Warsh übernimmt die Fed in einem Moment, wo Trump ihn öffentlich unter Druck setzt, kryptofreundlicher zu sein und die Executive Order jetzt formell die Agenda setzt. Sein erstes FOMC-Meeting findet am 16. und 17. Juni statt und die 90-Tage-Frist für den ersten Regulierungsreview läuft bis Mitte August.






